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In meiner Familie spielte Sport immer schon eine sehr große Rolle. Mein Vater war ein ausgezeichneter Bergläufer und Hochalpin-Rennläufer und bestreitet nach wie vor erfolgreich Wettkämpfe im Orientierungslaufe (Fuß, MTB und Ski-OL). So wurde uns drei Jungs der Sport quasi in die Wiege gelegt. Beim WSV-Vomp (der Skiclub Schwaz hat keine eigene Langlauf-Sektion) wurde der Grundstein für meine bisherige Karriere gelegt. Trainer Hubert Scheiber brachte uns die Grundlagen mit dem richtigen Schmäh bei und so bestritt ich dann auch schon die ersten Rennen. Wobei schon damals die der klassischen Technik den Vorzug gab. Mein größter Erfolg damals war der Sieg bei der Gesamt-Tiroler Meisterschaft 1995 in Sillian (natürlich Klassisch). Ich blieb dem Langlaufen zwar treu, doch verpasste ich ein wenig den Anschluss, weil ich zu wenig trainierte und alles Andere natürlich wichtiger war. So verlor ich den Spaß und lief halt nur noch so ein paar Rennen.Dies änderte sich im Jahr 1999. Im Tiroler Langlaufkader gab es einen größeren Umbruch und es kamen neue Trainer. Ich schaffte den Sprung in den "erweiterten TSV-Kader" und so kam ich unter die Fittiche von Florian Weinmayer und meinen Bruder Daniel. Es änderte sich einiges und so lief ich am 27.12.1999 meinen ersten Austriacup in Admont. In diesem Jahr erreichte ich auch einen 4. Platz bei der Österr. Meisterschaft (es sollte übrigens nicht die letzte "Blecherne" bleiben...). Ich sah, dass mit gezieltem Training einiges zu erreichen war und mit Daniel als Trainer daheim hatte ich viele betreute Einheiten und das Training war individuell abgestimmt. Es folgte ein Jahr in der Klasse Jugend II, wo ich österreichweit jedoch als Jahrgangs-jüngerer nicht wirklich viele Erfolge erlaufen konnte. Erst das Jahr darauf glückte. Vor allem weil das Training daheim super durchgeführt werden konnte. Daniel passte meinen Plan perfekt an die schulische Belastung an, die immer mehr wurde. Doch zum Glück hatte ich nur 400m Schulweg und die Lehrer kamen mir im Großen und Ganzen auch immer wieder entgegen. So hatte ich meine erste gute Austriacup Saison und kam sogar auf ein paar internationale Einsätze - doch die waren nicht weiter erwähnenswert.
Es kam meine erste ÖSV-Saison. Nachdem ich inzwischen maturiert hatte, folgte der Grun dwehrdienst im Heeresleistungssportzentrum Hochfilzen. So konnte ich mich voll und ganz dem Langlauf widmen - musste aber erkennen, dass ich doch einen Trainingsrückstand gegenüber den anderen hatte. Es folgte eine durchwachsene Saison - mit dem Highlight bei der Junioren-WM in Schweden. Es kam ein Trainerwechsel - mit Herbert Seidl sollte die neue Nachwuchstruppe an die Spitze geführt werden. Mein Hauptproblem bestand allerdings darin, dass ich keinen Platz beim Bundesheer bekam und so finanziell komplett auf meine Eltern angewiesen war - die mich zum Glück unterstützten!! Drei Jahre lang formte mich Herbert zu einem richtigen Langläufer - ich lernte und trainierte viel. Und ich kann auf einige schöne Erfolge zurückblicken, die mir gezeigt haben, dass das was ich mache richtig ist. Nach 3jähriger Zusammenarbeit entschloss Herbi sich beruflich zu verändern und verließ seinen Trainerposten in der Nachwuchsmannschaft. Es folgte der große Umbruch im österreichischen Langlauflager. Bis dahin hatte es mehrere Trainingsgruppen mit verschiedenen Trainern gegeben - diese wurden vor der Saison 2006/07 zu einer großen Truppe zusammengefasst. Neuer Cheftrainer wurde Bernd Raupach - ehemaliger Trainer der deutschen Weltklasse-Athleten Tobi Angerer und Evi Sachenbacher-Stehle.
Äußerst motiviert ging ich in die Vorbereitung. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass ich ab November 2006 endlich die heiß begehrte Anstellung als Militärperson auf Zeit im HLSZ Hochfilzen bekam. Das heißt, die soziale Absicherung war vorerst mal kein belastendes Thema mehr. Aber meine Motivation war wohl zu groß... Während ich mich im Spätsommer und Herbst richtig gut fühlte ging dann im Winter wenig bis gar nichts. Selten kam ich mal richtig ins Laufen und dementsprechend blieben Erfolgserlebnisse auch Mangelware. Ich verlor meinen B-Kaderstatus, konnte aber zum Glück beim Bundesheer bleiben.   So begann ich eine neue Vorbereitung mit dem Vorsatz aus den gemachten Fehlern gelernt zu haben. Das funktionierte auch recht gut bis die Tests im Herbst kamen. Es ging wieder einmal gar nichts, später wurde ich auch noch krank und musste eine Antibiotika-Woche einlegen. Trotzdem waren die ersten Testrennen auf Schnee nicht ganz so schlecht - doch leider international nichts wert. Ein Rückschlag um den anderen kam und so entschloss ich mich im neuen Jahr (nach einem katastrophalen Wochenende in Oberstdorf) zu einer mehrtägigen Pause. Von da an trainierte ich nach Gefühl - aber richtig viel besser wurde es nicht. Erst am Ende der Saison probierte ich noch schnell was aus und konnte die Rennperiode zumindest versöhnlich beenden. Ein 5. Platz bei der ÖM 30km Skating und ein 30. Platz bei der top-besetzten Militär-WM in Hochfilzen zeigten mir, dass ich das Langlaufen doch nicht ganz verlernt habe... So machte ich eine längere Pause und überlegte gründlich, was ich nun tun möchte. Ich entschloss mich zu einem kompletten Richtungswechsel im Training. Dr. Thomas Stöggl von der Sportuni Salzburg bot mir an mit ihm zusammen zu arbeiten. Es folgten grundlegende Änderungen im Training und es passte mir sehr gut. Ich legte mehr Wert aufs Studium und fand so einen super Mittelweg zwischen Vorbereitung und Training. Bis jetzt fehlen leider die dazu passenden Ergebnisse, doch wir werden sehen, was die Zukunft bringt...
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