Seite 1 von 2 Pro Monat 1 Highlight - die Kurzanalyse der abgelaufenen Saison. Doch wie üblich gebe ich mich mit einer Kurzanalyse nicht zufrieden: Wie berichtet entschloss ich mich im Frühjahr vorigen Jahres meinen eigenen Weg zu gehen und mich gemeinsam mit Tom Stöggl trainingsmäßig auf ein unbekanntes Terrain zu begeben. Von Anfang an war mir klar, dass es ein risikoreicher Weg sein wird - doch nach den Misserfolgen der vergangenen Saisonen musste sich Gravierendes ändern. Das Training wurde nach 2 Tagen Belastungstests auf dem Laufband geplant - und gelinde gesagt waren die Testergebnisse die ich da am Beginn der Vorbereitung ablieferte schlecht. Aufbauend auf diesen Ergebnissen kamen dann eben die ersten Trainingspläne - mit anderem Krafttraining, anderen Intensitäten und verändertem spezifischem Krafttraining. Kurz gesagt: alles wurde anders und mir gefiel es ausgezeichnet. 10 Wochen später kam dann die erste Kontrollmessung und die Fortschritte waren nicht von der Hand zu weisen. Massive Verbesserung in allen Bereichen. So konnte es weitergehen. Ich absolvierte 2 Trainingskurse in Lohnsburg (1x ÖSV, 1x TSV) und meine ersten ÖSV-Tests (die Julitests ließ ich wegen der Hochzeit meines Bruders aus) rückten näher. Ich versuchte noch einen Hochintensivblock - leider ohne Erfolg. Den Lauftest Billa-Herold setzte ich komplett in den Sand. Neben der Ermüdung kam auch noch die Nervosität hinzu. Nach einigen guten Laufrennen im Frühjahr wollte ich hier natürlich auch schnell laufen - doch das war nicht der Fall. Schwamm drüber und am nächsten Tag wieder angreifen. Beim Rollertest lief es recht gut und ich konnte endlich wieder Betrieb machen wie ich es gewohnt war. Ich konnte also doch schnell laufen. Das bestätigten mir auch Tests am Rollerband die ich zwei Tage später absolvierte. Mittlerweile war auch der Herbst angebrochen und am Kitzsteinhorn absolvierte ich meine ersten Schneetrainings. Ich fühlte mich gut und spritzig für die bevorstehenden Rennen. Mit einem weiteren Motorblock wollte ich mir den letzten Schliff für die ersten Rennen der noch jungen Saison holen. Und beim Sprinttest schien dies auch geklappt zu haben. Ich hatte die 3. Qualizeit (hinter Baderl und Mani) und kam im Finale auf Platz 4. Ein guter Auftakt also. Doch leider konnte ich dies über die 10km Skating leider nicht mehr zeigen. In erster Linie machte mir die Lauftechnik zu schaffen. Der Tribut den ich für meine Individualität zollen musste. Der Klassiker lief dann wieder etwas besser, doch konnte ich die Leistung die ich aus der Vorbereitung und vor allem vom Frühjahr her kannte nicht bringen. Zwei Wochen später konnte ich endlich mein erstes Highlight setzen. Beim COC Sprint in St. Ulrich kam ich auf den 10. Platz - ein wirklich schönes Ergebnis. Ich fühlte mich bereits in der Quali ausgezeichnet - leider stürzte ich, konnte mich aber dennoch als 26. qualifizieren. Schlussendlich wurde es eben der 10. Platz und ich war sehr glücklich darüber! Doch die Euphorie war vorbei sobald die Distance-Rennen kamen: Skating lief ich wieder wie der erste Mensch auf Skiern und Klassisch ging noch weniger. Da kamen die Weihnachtsferien grade recht... |