Wider dem in den letzten News gesagten, dass ich das Wochenende rennfrei mache, bin ich doch bei der Steinöltrophy in Achenkirch über 30km Klassisch gestartet. Nach einer harten Trainingswoche nahm ich diesen Wettkampf als Vorbereitung für die weiteren Volksläufe mit. Aufgrund der recht flachen Strecke feierte ich mein "Debüt" im Doppelstockschub. Das heißt, dass ich mit einem Ski ohne Steigwachs am Start war und die 30 Kilometer nur im Doppelstock bewältigte. Der Vorteil ist, dass der Ski schneller ist, als mit Steigwachs - man muss aber auf jeglichen Abstoß verzichten. Ich trainierte die letzte Woche recht viel Doppelstock, hatte deshalb eher müde Arme, aber fühlte mich doch recht gut beim Schieben. Doch leider hatte ich bei diesem Rennen unglaublich viel Pech: In der dritten (von acht) Runden stürzte ich ohne Fremdeinwirkung - konnte die Lücke talauswärts jedoch wieder schließen. In der vierten Runde brach ein Teil meines Korkgriffes. Ich musste den Stock zwar nicht wechseln, es war jedoch ein ungutes Gefühl. Schließlich erwischte ich in der fünften Runde bei der Wende einen sehr großen Stein, genau in dem Moment wo ich um die Kurve trat. Das bedeutet, dass der Ski voll belastet war, als ich über den Stein fuhr. Ich konnte einen Sturz zwar verhindern, doch ruinierte ich mir meinen Ski komplett. Auf einer Länge von ca. 15 cm fehlte ein 2 Zentimeter breites Stück Belag. Aufgrund dessen bremste mein linker Ski extrem und ich musste immer den rechten Ski ein wenig mehr belasten. Gerade in den Abfahrten war ich deshalb um Einiges langsamer als zuvor. Nachdem wir nur mehr zu dritt in der Spitzengruppe waren (Christian Baldauf, Matthias Kuhn und ich), attackierte Christian zu Beginn der sechsten Runde un konnte so erfolgreich das Feld sprengen. Ich machte mich auf die Verfolgung, konnte das hohe Tempo jedoch nicht mitgehen. Schlussendlich verlor ich bis ins Ziel 1:28 Minuten auf Christian Baldauf, konnte jedoch 1:32 zwischen mich und dem späteren Dritten Matthias Kuhn legen. Insgesamt bin ich recht zufrieden mit meiner Leistung, da Christian Baldauf sicher zu den stärksten Volksläufern Österreichs zählt und ich doch vom Training noch recht müde war. Deshalb freue ich mich auf die nächsten Volksläufe.
À propos: wie gehts nun weiter? Am Wochenende steht die Österr. Meisterschaft über 10km Klassisch und 10km Verfolgung (Samstag/Sonntag) am Programm und dann folgt schon das erste große Volkslaufhighlight: der Dolomitenlauf über 42km Klassisch. Ich freue mich auf die beiden kurzen Rennen in der Ramsau und werde euch natürlich wieder mit Rennberichten versorgen!