| die lange Kante |
| Sonntag, den 24. Januar 2010 um 17:01 Uhr |
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Schön langsam bin ich wieder aufgetaut nach den wirklich kalten 42km beim Dolomitenlauf. Es war ein wirklich verdammt kaltes Rennen, doch zuvor noch einen kurzen Bericht vom Dolomitensprint am Freitag. Diese "Mutter aller Citysprints" wird im Stadtzentrum von Lienz ausgetragen. Auf der gut 270m langen Schleife, die dreimal durchlaufen wird, wird eine Menge geboten. Eine Steilkurve mit hoher Geschwindigkeit, ein Sprung und eine Haarnadelkurve versprechen jede Menge Action. Ich startete (wie seit heuer bei allen Volkslaufveranstaltungen) für das Fischer Racing Team und kam gleich in einen starken Vorlauf, wo nur die schnellsten 2 aufsteigen. Leider blieb ich beim Start hängen und war erstmal auf der Vierten Position. Mit einem waghalsigen Manöver in der Steilkurve konnte ich mich zwar noch auf Platz 3 vorarbeiten, aber da war leider auch schon Ende der Fahnenstange. Somit schied ich gleich gegen meinen Vereinskollegen und späteren Sieger Harry Wurm aus. Immerhin war's ein guter Auftakt für den Klassiker am nächsten Tag. Schon bei der Streckenbesichtigung am Freitag vormittag machte ich Bekanntschaft mit der großen Kälte entlang des Bachs in Obertilliach. Das war auch am nächsten Tag so, und ich zog mich warm an. Bei strahlendem Sonnenschein und -13° war es ein sehr hektischer Start. Die ausgezeichneten Volksläufer Nowotny und Rezac aus Tschechien drückten die ersten 2 Kilomter ganz ordentlich aufs Gas und so war die Spitzengruppe gleich ein wenig kleiner. In einem Anstieg kam ich noch dazu zu Fall (mal wieder), da mir jemand auf die Ski stieg. Ich hatte wieder ausgezeichnetes Material und so konnte ich - zwar mit erheblicher Anstrengung - auf die Spitze aufschließen und war froh, als dann das Tempo ein wenig herausgenommen wurde. So zogen wir die Schleifen hinunter nach Obertilliach wo uns im Schatten gute -19° erwarteten. Von hier an ging es mehrere Kilometer stetig leicht bergauf und Christian Baldauf - der über die 25 Kilomter ging - begann das Tempo zu machen. Es war eine harte Phase für mich, da ich bei der letzten Verpflegung nichts erwischte und nun keine Zeit mehr hatte mein eigenes Getränk zu mir zu nehmen. Die Spitzengruppe wurde immer kleiner und als Christian dann ins Ziel abbog waren noch 10 Mann übrig. Das Tempo wurde wieder ein wenig verringert und es kam auch endlich wieder eine kleine Abfahrt wo ich wieder durchschnaufen konnte. Bei Start und Ziel vorbei wurde noch einmal satt angezogen und ich konnte zum Glück mitgehen (vor allem auch wegen meines schnellen Skis) und konnte in einer kurzen Abfahrt auch endlich mein PowerGel zu mir nehmen. Leider war es jedoch entlang des Baches so kalt, dass mein Getränk einfror und so konnte ich nichts mehr trinken. Zum Glück standen wenig später ein Paar Jungs vom Elixia Racing Team, die mir netterweise ihren Trinkgurt gaben. Somit reiste ich zufrieden, aber mit ein wenig Wut im Bauch aus Obertiliach ab und freue mich trotzdem auf das rennfreie Wochenende, bevor die zweite Serie mit den großen Volksläufen König Ludwig Lauf, Koasalauf und Gsiesertaler kommt! |