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75 harte Kilometer
Sonntag, den 14. Februar 2010 um 16:17 Uhr
Wie im Rennkalender ersichtlich, habe ich mich zu Beginn der Woche dafür entschieden beim diesjährigen Koasalauf zwei Bewerbe zu laufen. Die wirklich schöne Strecke, auf der sowohl die Skating als auch die Klassikbewerbe ausgetragen wurden, war ganz neu und schon bei der Besichtigung am Freitag freute ich mich auf die Wettkämpfe. Weil das Profil von vielen Flachstücken geprägt ist, entschied ich mich den Klassikski durchzuwachsen und ohne Steigwachs an den Start zu gehen. Das bedeutete somit den langen Anstieg am Anfang komplett durchzuschieben. Ich fühlte mich sehr gut und konnte im Anstieg entspannt mitgehen. Auch als uns die 25er Läufer verließen hatte ich immer noch ein super Gefühl. Von da weg, begann das vermeintlich leichteste Streckenstück: ca. 20 Kilometer mehr oder weniger brettleben. Doch das bedeutete ständige Arbeit. Zum Glück stand meine Freundin Katrin mit der Trinkflasche, denn sonst wäre es unmöglich gewesen Flüssigkeit zu sich zu nehmen, da sofort eine Lücke entstanden wäre. Kurz vor der Wende in Erpfendorf attackierte Stefan Sutter das erste Mal und ich entschloss mich die Lücke zu schließen. Ich konnte immer noch gut Betrieb machen (wir hatten ja doch schon fast 40 Kilometer absolviert) und schaffte den Anschluss. Doch als kurz darauf Stefans Bruder Martin das Tempo verschärfte begann ich  mir schwer zu tun. Eine Weile konnte ich die ständigen Attacken mitmachen, bis ich aber schlussendlich unsere 7-Mann Spitze nicht mehr halten konnte. So verlor ich auf den letzten 10 Kilometern gut 4 Minuten und quälte ich mich auf dem letzten Zacken ins Ziel. Kurzum fühlte ich mich bis Kilometer 38 sehr gut, doch dann kam der Einbruch - dafür umso heftiger. Der siebte Platz in dem doch recht starken Feld, stellte mich jedoch nicht wirklich zufrieden.
Um endlich mal wieder ein Skatingrennen zu laufen nach der ganzen Schieberei wollte ich ging ich heute Sonntag über die 25km an den Start. Da der Hauptbewerb über 50km ein Bewerb der Europameisterschaft ist, waren dementsprechende Kapazunda dabei. Es wurde schon ordentlich Betrieb gemacht und ich hielt mich dezent im Windschatten. Den harten 50er vom Vortag spürte ich von Anfang an, kam aber gut mit. Doch leider hatte ich in den Abfahrten immer wieder Probleme dran zu bleiben - mein Ski wollte einfach nicht so schnell. Zum Glück war es wunderbar schnell und kompakt und ich konnte die Lücken immer wieder schließen - halt verbunden mit Kraftaufwand. Als wir 25er abbogen waren wir noch zu viert. Zuerst wurde das Tempo recht niedrig gehalten, aber gut 1,5 Kilometer vor dem Ziel begann Günther Dengg das Tempo zu erhöhen. Ich kämpfte mit dem langsameren Skiern und den inzwischen bleischweren Armen. Als einziger der Truppe der am Vortag über die 50km ging, fehlte mir einfach die Power um dem Angriff etwas entgegen zu setzen. Somit wurde es für mich der undankbare vierte Platz - mit 5 Sekunden Rückstand. Im Ziel war ich richtig sauer, dass einfach nicht mehr ging an diesem Tag. Doch die Rennbelastung vom Vortag und den König-Ludwig der Vorwoche darf man halt doch auch nicht ganz vergessen.
Somit werde ich kommendes Wochenende kein Rennen bestreiten, mal regenerieren und mal wieder ein paar Trainingseinheiten machen, um für den letzten Rennblock gerüstet zu sein. Nicht zu vergessen ist auch die nächste Prüfung am Mittwoch, nachdem ich die von voriger Woche auch gut über die Bühne gebracht habe.
Also, bis dann...
 
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