| Sonntag, den 29. März 2009 um 19:44 Uhr |
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Seit gestern ist die Rennsaison 2008/10 für mich offiziell beendet - und ich bin nicht wirklich beleidigt, dass es vorbei ist. Die letzten beiden Rennen waren ja der Einladungssprint und die österreichische Meisterschaft in der Langstrecke. Nach der Tiroler Meisterschaft fühlte ich mich wieder sehr müde in den Beinen. So beschloss ich kürzer zu treten - die ersten Wochen an der Uni sind eh immer ein wenig stressig bis man den Rhythmus gefundenhat. Also fiel mir das Nichts-tun nicht allzu schwer. Im Anschluss an diese Woche beschloss ich aber mich noch einmal auf die Rennen vorzubereiten. Ich hatte auch die Motivation und die Energien dazu - nur das Wetter wollte nicht so wie ich mir das Ende März vorstellte. Anstatt bei Sonnenschein schöne Firnbedingungen zu genießen, durfte ich mich mit 0 Grad und Neuschnee rumplagen. Aber das ging wohl eh jedem Langläufer in Österreich so. So konnte ich schon mal testen wie es so ist Uni und Training zu vereinen. Am Freitag fuhr ich also nach Niederthai im Ötztal um an dem Sprint teilzunehmen. Schon in der Quali tat ich mich hart auf dem unruhigen 300 Meter Rundkurs richtig Power auf den Ski zu bekommen. Ich fühlte mich zwar gut in den Beinen, doch schnell war ich nicht. Schlussendlich wurde es der 7. Platz. Es war aber eine richtig tolle Veranstaltung und ich sah es als guten Auftakt für den 30er. So ging ich mit einem guten Gefühl in das gestrige Rennen. Ich fühlte mich zwar von Anfang an ein wenig müde in den Beinen, aber dennoch wohl während des Rennens. Auch wenn die Bedingungen alles andere als gut waren für die lange Kante. Es war feinkörnig und feucht - also wirklich nicht schnell. Doch das sollte sich alsbald als mein kleinstes Problem herausstellen. Ich bekam bereits in der vierten von sechs Runden in den Anstiegen leichte Krämpfe. Ich hielt mich 2 Runden lang in der Spitzengruppe auf und musste dann leider mehr oder weniger tatenlos mit ansehen, wie mein Vorsprung auf die Läufer hinter mir immer weiter schmolz. Nach einer Runde alleine konnte ich dann bis zur letzten Runde mit einer Gruppe rund um Tom Grader mitlaufen. Doch die Anstiege machten mir immer mehr zu schaffen und ich musste auch hier abreissen lassen. Zum Schluss konnte ich so mancehs Flachstück nur noch im Doppelstockschub bewältigen, weil an einen Skatingschritt nicht zu denken war. Mein Hauptziel war nur noch das Rennen zu beenden. Auch das Vereinsduell mit Harry Wurm konnte er für sich entscheiden - nachdem er beim Sprint tags zuvor auf 2-2 gestellt hatte. Mit Ach und Krach kam ich dann auch ins Ziel und Freude über das Finishen überwog die Enttäuschung über das Abschneiden. Ich bin der Überzeugung, dass man Abschlussrennen ins Ziel gelaufen werden muss - egal wie es ausgeht und wie die Saison verlaufen ist. Der verdiente Sieg ging übrigens an Ex-Langläufer und jetzigen Biathlet Michi Hauser. So ist nun auch diese Saison Geschichte - rennmäßig zumindest. Die kommende Zeit möchte ich noch die ausgezeichneten Bedingungen (der positive Nebeneffekt des Sauwetters in letzter Zeit) nützen um Schneekilometer zu machen. Mal ganz ohne Druck und Gedanken an Rennen. In erster Linie mach ich ja Langlauf aus Spaß an der Bewegung! Sobald die Motivation aber endgültig flöten geganen ist, werde ich mich in die Pause verabschieden. Eine Zeit der Entspannung und Analyse der vergangenen Saison! Natürlich gibt es dann auch meinen obligatorischen Saisonbericht, doch dazu benötige ich ein wenig Abstand um auch objektiv genug zu sein!
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