© by Lukas Hechl, 2006
Saisonbericht 2007-08

Wer mehr oder weniger aufmerksam meine News gelesen hat, kann sich vorstellen, dass mein diesjähriger Saisonbericht vor Euphorie nicht unbedingt sprühen wird. Es lief gelinde gesagt "unter jeder Sau". Doch wie voriges Jahr an dieser Stelle - alles der Reihe nach:
Nach der vorigen "lehrreichen" Saison gab es natürlich eine umfassende Analyse. Dabei kamen wir zu dem Schluss, dass ich im Herbst bei den ruhigen Ausdauereinheiten einfach zu schnell am Weg war und mir somit die Energie für den Winter fehlte. Ich nahm mir das zu Herzen und legte alles daran diesen elementaren Fehler tunlichst zu vermeiden.
Die Trainingsperiode begann wieder mit einem Ausflug auf den Gletscher. Ich fühlte mich wieder von Anfang an gut auf dem Ski und sah die ganze Sache etwas lockerer. Bei den ersten Tests in der Ramsau lief ich in etwa die gleiche Zeit wie das Jahr zuvor im Herbst (beim Rollertest am nächsten Tag war ich unglücklicherweise verletzt). So fuhren wir noch eine tolle Woche nach Obertilliach bevor es in den Urlaub ging.
Nach dem Urlaub kam Lohnsburg. Und dort fühlte ich mich richtig stark! Ich hatte viele Einheiten mit einem super Gefühl und mein Alarmsystem schlug das erste Mal an, ja nicht zu überziehen - was absolut schwierig ist, wenn das Training ach so leicht fällt. Ich fühlte ich mich fit für die Tests, die bald folgen sollten.
Doch dort kam das erste große Erwachen. Beim Berglauf auf die Bachlalm starb ich mehrere Tode, beim Lauftest war ich gleich wie im Sommer und der Rollertest war wie die Rennen der abgelaufenen Saison - sagenhaft schlecht.
Gleich im Anschluss an die Tests blieben wir in der Ramsau zum Gletschertraining. Jetzt im Nachhinein wahrscheinlich mein größter Fehler in der Vorbereitung - auch wenn ich das Training reduzierte. Es folgte eine ruhige Woche und dann die Woche in der meine Prüfung aus Bürgerlichem Recht anstand. Ich bestand und war glücklich darüber, mich endlich wieder voll und ganz auf den Sport konzentrieren zu können. Es folgte wieder ein Gletscherkurs - doch die Gesamtbelastung aus Training und viel Lernen war einfach zu viel. Ich wurde krank und musste mich sogar mit Antibiotika versuchen wieder auf den Vordermann zu bringen. Also stand die VP3 nicht wirklich unter einem guten Stern, obwohl die ersten Schneetrainings auf der Tauplitz mir wieder Zuversicht gaben.
Dann ging's mit den ersten Testrennen los in die Wettkampfsaison. Die ÖSV-Tests verliefen nicht so schlecht - im direkten Duell mit den anderen Österreichern machte es kein so schlechtes Bild. Ich lief zur Vorbereitung noch einen TSV-Cup in Seefeld um anschließend in die Europacups zu starten. Und es begann zwar gut - doch leider blieb der überraschende Sprinterfolg der einzige Lichtblick am Horizont. Doch um euch hier nicht mit Rennberichten aufzuhalten - kurzum: die ganze Saison war indiskutabel.
Einzig und allein am Ende konnte ich endlich wieder Mut fassen und sehen, dass ich doch noch schnell Langlaufen kann. Ich versuchte im Training ein paar neue Dinge und es rettete mir noch die österr. Meisterschaft und vor allem die CISM.

Doch wie geht's nun weiter?? Natürlich war heuer kein Kaderstatus drinnen (wenig überraschend). Doch das ist weiter kein Problem für mich. Dadurch dass ich mindestens bis Ende November beim Bundesheer bin (könnte auch noch ein wenig eng werden) - bin ich die ganze Vorbereitung hindurch perfekt abgesichert. Doch viel interessanter ist wie es nächstes Jahr weitergeht. Nach diesen zwei äußerst lehrreichen Jahren für mich, habe ich beschlossen, dass es Änderungen braucht. Ich habe einen Weg gefunden, der für mich nicht funktioniert - deshalb schlage ich in der kommenden Saison nun neue Wege ein. In enger Kooperation mit der Sportuni Salzburg und dem dort tätigen Dr. Thomas Stöggl werde ich mich mit einigen ganz neuen Trainingsreizen auf die neue Wettkampfsaison vorbereiten. Natürlich halte ich euch über die News auf dem Laufenden!

"Nur wer neue Wege geht, wird Spuren hinterlassen"

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